Jul 06, 2026

Zusammenfassung der globalen Stahlnachrichten|Juli 2026

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Zusammenfassung der globalen Stahlnachrichten|Juli 2026

■ EU-Stahlschutzmaßnahmen treten in Kraft (1. Juli)

Die überarbeitete Stahlschutzverordnung der EU trat am 1. Juli um 00:00 Uhr offiziell in Kraft und ersetzte den Rahmen von 2018 vollständig. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:

Das jährliche weltweite zollfreie Einfuhrkontingent beträgtum 47 % gekürzt​ von 34,5 Millionen Tonnen auf ca18,3 Millionen Tonnen.

Es gelten Zölle für Mengen, die das Kontingent überschreitenvon 25 % auf 50 % verdoppelt.

Ein neuesRegel „Erster Schmelz- und Gießursprung“.​ wurde eingeführt, um Lücken beim Umschlag über Drittländer zu schließen.

Marktreaktion:Der Japanische Eisen- und Stahlverband (JISF) kritisierte die Quotenzuteilung als ungerecht, während Südkorea und die Türkei derzeit ihre Gegenstrategien prüfen.

■ Globale Nachfrage stabilisiert sich; Indien entwickelt sich zum Wachstumsmotor

Laut dem Short Range Outlook der World Steel Association (worldsteel):

Die weltweite Stahlnachfrage wird voraussichtlich wachsen+0.3 % gegenüber Vorjahr auf 1,724 Milliarden Tonnen im Jahr 2026, was einen Trend zur Talsohle- signalisiert. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum auf beschleunigt+2.2 % im Jahr 2027.

China:​ Der Nachfragerückgang nimmt ab (-1,5 % im Jahresvergleich).

Indien:Angetrieben durch den Infrastruktur- und Automobilsektor wird ein Nachfragewachstum von prognostiziert+7.4 % (2026) und +9.2 % (2027)Damit ist es die größte Quelle für die weltweite Nachfragesteigerung.

■ Handelsspannungen nehmen zu: Indien, Brasilien, Japan

Indien:​ Tata Steel skizzierte einen Fahrplan zur Erweiterung der Rohstahlkapazität von 27,4 Mio. Tonnen auf über 40 Mio. Tonnen. JSW Steel hat in Andhra Pradesh mit dem Greenfield-Projekt für ein kohlenstoffarmes Stahlwerk begonnen und damit die Kapazitätserweiterung in Indien beschleunigt.

Brasilien:Gegen den US-Vorschlag, die Zölle auf Roheisen- und Stahlprodukte von 25 % auf 37,5 % zu erhöhen, wurden beim USTR formelle Proteste eingereicht. Brasilien behauptet auch, dass die neuen Quoten der EU seinen Exportinteressen schadeten.

Japan/Südkorea:​ Fünf große japanische Stahlverbände gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie argumentierten, dass die EU-Quotenzuteilung für Japan (nur 0,8 Mio. t/Jahr, etwa die Hälfte des historischen Durchschnitts) gegen das EU--Japanische Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) verstößt.

■ Rohstoffe: China-Australien Eisenerzdynamik und Preisschwäche

Berichten zufolge hat die China Mineral Resources Group (CMRG) die Hafenabholung von Fortescue mit geringem{0}}Gehalt eingeschränktSuper-Sonderstrafen(SSF), was den Preiskampf zwischen China und Australien verschärft. Die Spot-Eisenerzpreise berührten sich kurzzeitig98–99 $/Tonne​ (ein 10-Monats-Tief) inmitten eines weltweiten Seetransportangebots.

■ Divergenz des europäischen Kohlenstoffmarktes

ArcelorMittal und andere setzen sich für eine Pause bei den Kostenerhöhungen des ETS (Emissionshandelssystem) ein. Umgekehrt haben sechs große nordische Hersteller, darunter SSAB und Outokumpu, die EU gemeinsam aufgefordert, die ETS-Integrität zu wahren und den Anwendungsbereich des CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) zu erweitern. Die ETS-Überprüfung im Juli bleibt der Schwerpunkt der H2-Politik.

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